Mit GitLab 18.10 kommen zwei seit Langem angefragte Funktionen für die Agile-Planung: die Work-Items-Liste und gespeicherte Ansichten. Die Work-Items-Liste zeigt alle Work-Item-Typen in einer gemeinsamen Übersicht. Gespeicherte Ansichten ermöglichen es, benutzerdefinierte Listenkonfigurationen zu speichern und später wieder aufzurufen.
Die Funktionen bieten Teams konkrete Vorteile:
- Kein wiederholtes Einrichten von Filtern für häufige Arbeitsabläufe
- Konsistente Ansichten für die gemeinsame Bewertung von Arbeit im Team
- Einheitliche Grundlage für Berichte und Statusübersichten
Was sind Work Items?
Bisher befinden sich Epics und Issues auf getrennten Listenseiten, was das Navigieren zwischen ihnen erfordert. Die Work-Items-Liste fasst Epics, Issues und andere Work Items in einer einheitlichen Listenansicht zusammen und macht das Wechseln zwischen getrennten Seiten überflüssig.
Dies ist zugleich die Grundlage für tiefergehende Planungsfunktionen. Die Zusammenführung aller Work-Item-Typen schafft die Voraussetzung für Hierarchieansichten – zum Beispiel eine Tabellenansicht –, die Beziehungen und Strukturen über Epics, Issues und andere Elemente hinweg auf einen Blick sichtbar machen.
Über Listen- und Hierarchieansichten hinaus ist geplant, weitere häufige Arbeitsabläufe – etwa Boards – in diese einheitliche Erfahrung zu integrieren. Das Ziel: alle wesentlichen Planungsansichten an einem Ort, über gespeicherte Ansichten mit dem Team teilbar, ohne durch verschiedene Produktbereiche navigieren zu müssen.
Vielleicht fragst du dich, warum wir von „Work Items" sprechen und nicht von Issues. Die kurze Antwort: „Issue" skaliert nicht dorthin, wo wir hinwollen. Bald lassen sich Work-Item-Typen vollständig konfigurieren – einschließlich ihrer Bezeichnungen –, um die Planungshierarchie der eigenen Organisation abzubilden. An der bestehenden Terminologie festzuhalten würde diese Flexibilität entgegenwirken. „Work Items" ist die Grundlage für ein Modell, das sich individuell anpassen lässt.

Was hat zur Änderung geführt?
2024 haben wir unsere Vision für eine neue Agile-Planungserfahrung in GitLab vorgestellt, die auf dem Work-Items-Framework basiert. Darin beschrieben wir das zentrale Problem: Epics und Issues existierten als getrennte Erfahrungen und erzeugten Reibung für Teams, die konsistente Funktionalität über Planungsobjekte hinweg erwarteten. Das Work-Items-Framework war unsere Antwort darauf – eine einheitliche Architektur für Konsistenz und neue Möglichkeiten in GitLabs Planungswerkzeugen. Work-Items-Liste und gespeicherte Ansichten sind ein Schritt auf diesem Weg.
Was sind gespeicherte Ansichten?
Gespeicherte Ansichten ermöglichen es, benutzerdefinierte Listenkonfigurationen – einschließlich Filter, Sortierung und Anzeigeoptionen – zu speichern und später aufzurufen. Damit lassen sich wiederkehrende Prüfungen strukturierter durchführen und einheitliche Arbeitsweisen im Team etablieren.

Wie geht es weiter?
Um zu verstehen, warum wir diese Änderungen vornehmen, lohnt sich ein Blick auf das Ziel.
Das Ziel ist nicht nur eine Work-Items-Liste, sondern eine Planungserfahrung, die es erlaubt, zwischen verschiedenen Ansichtstypen – Liste, Board, Tabelle und mehr – zu wechseln und dabei den aktuellen Filterbereich beizubehalten.
In Kombination mit gespeicherten Ansichten lässt sich für jeden Arbeitsablauf eine eigene Ansicht anlegen: Iterationsplanung, Backlog-Pflege, Portfolio-Planung mit verschachtelten Tabellenansichten und mehr.
Jede Ansicht ist sofort einsatzbereit, filtert und zeigt Arbeit konsistent an und lässt sich mit dem Team teilen. Das Framework ermöglicht künftig weitere Funktionen, darunter vollständige Swimlane-Unterstützung für beliebige Work-Item-Attribute in Boards.
Wir wissen, dass Änderungen an täglich genutzten Werkzeugen störend sein können. Wer Arbeitsabläufe rund um die bestehenden Epic- und Issue-Listenseiten aufgebaut hat, wird Unterschiede bemerken. Das nehmen wir nicht auf die leichte Schulter.
Diese Richtung war keine schnelle Entscheidung. Sie spiegelt jahrelanges Feedback, eine erhebliche Investition in die Architektur des Work-Items-Frameworks und die Überzeugung wider, dass eine einheitliche Erfahrung Teams langfristig besser dient. Wir rechnen damit, dass die Umstellung Anpassungen erfordert, und werden auf Basis eures Feedbacks nachjustieren.
Teilt euer Feedback
Probiert die neuen Funktionen aus und teilt eure Erfahrungen mit der Work-Items-Liste und gespeicherten Ansichten in unserem Feedback-Issue. Eure Kommentare helfen dabei, diese Funktionen weiterzuentwickeln.




